Wasser und Boden im Fokus

Autor/in: Franziska Ehms

Sachgebiet Wasserwirtschaft/Bodenschutz bearbeitet 2025 erneut hunderte Verfahren

Saalfeld. Im Jahr 2025 bearbeitete das Sachgebiet Wasserwirtschaft/Bodenschutz des Umweltamtes im Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt erneut eine Vielzahl an wasser- und bodenschutzrechtlichen Verfahren. Dazu zählen Genehmigungen, Erlaubnisse, Anzeigen, Überwachungen, Stellungnahmen sowie Beteiligungen als Träger öffentlicher Belange. In mehreren Bereichen kam es gegenüber dem Vorjahr 2024 zu deutlichen Veränderungen.

Landrat Marko Wolfram betont die Bedeutung dieser Arbeit: „Der Schutz unserer Wasser- und Bodenressourcen ist eine wichtige Aufgabe des Landkreises. Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und anspruchsvoll die Aufgaben des Umweltamtes sind.“

Die Zahl der genehmigten Baumaßnahmen an Gewässern, etwa das Verlegen von Glasfaserkabeln, ist weiter gestiegen: Wurden im Jahr 2024 noch 20 Bauvorhaben genehmigt, waren es 2025 insgesamt 26. Auch die Ausnahmegenehmigungen für Baumaßnahmen in Überschwemmungsgebieten nahmen leicht zu – von sieben auf acht Genehmigungen.

Rückläufig war die Zahl der Genehmigungen zur Wasserentnahme aus Oberflächengewässern, die von 19 im Jahr 2024 auf 10 im Jahr 2025 sank. Auch bei den Grundwasserentnahmen ging die Zahl der Genehmigungen von 13 auf 5 zurück. Ebenso nahmen die Geothermie-Genehmigungen, etwa für Erdwärmebohrungen, ab – von acht auf fünf.

Die Anzahl der Bohranzeigen stieg leicht an, von 12 auf 14. Ebenso nahmen die Ausnahmegenehmigungen in Trinkwasserschutzgebieten zu – von 21 auf 25 Genehmigungen. Dazu zählen unter anderem Genehmigungen für Holzungsmaßnahmen aufgrund des Borkenkäfers. Die Überwachungen an Heizölverbraucheranlagen, Tankstellen sowie sonstigen Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen blieben konstant bei rund 8.000 Kontrollen. Auch die Kontrollen der Kleinkläranlagen lagen wie im Vorjahr bei etwa 1.500.

Bei den wasserrechtlichen Erlaubnissen gab es in mehreren Bereichen Zuwächse. Die Erlaubnisse zur Einleitung aus Kleinkläranlagen stiegen von 33 auf 35, die Erlaubnisse und Stellungnahmen zu Niederschlags-, Mischwasser- und Kläranlagen von 20 auf 22.

Deutlich zugenommen haben die Stellungnahmen im Rahmen von Förderverfahren und Abwasserbeseitigungskonzepten – von 30 auf 41. Auch die Trinkwasserschutzzonenschauen erhöhten sich von zwei auf fünf.

Als Träger öffentlicher Belange war das Sachgebiet 2025 in 314 Verfahren beteiligt, nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig stieg die Zahl der Altlastenauskünfte erheblich – von 180 im Jahr 2024 auf 237 im Jahr 2025. Die allgemeinen Stellungnahmen im Bereich Wasser- und Bodenschutz verdoppelten sich von 15 auf 31.

Die Zahl der Havarien im Bereich Wasser und Bodenschutz ging von 23 auf 16, während die Anzeigen zu Gewässer- und Bodenverunreinigungen deutlich anstiegen – von 20 auf 41. Auch die allgemeine Gewässeraufsicht nahm zu: 57 Kontrollen und Maßnahmen im Jahr 2025 gegenüber 46 im Vorjahr.

Landrat Marko Wolfram fasst zusammen: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten täglich einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz im Landkreis. Die Statistik zeigt: Diese Arbeit ist nicht nur umfangreich, sondern auch unverzichtbar für eine nachhaltige Entwicklung unserer Region.“

Franziska Ehms
Presse- und Kulturamt