Machen2026! – Drei Projekte aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Berlin ausgezeichnet

Björn Elsen von der Partnerschaft für Demokratie Saalfeld-Rudolstadt gehörte in diesem Jahr zur Jury - Jugendfonds im Schwarzatal, junge Engagement-Botschafter und ein Reparaturcafé auf zwei Rädern überzeugen die Jury des bundesweiten Engagement-Wettbewerbs.

Saalfeld. Beim Engagement-Wettbewerb „machen!2026“ wurden am 29. September 2026 im Berliner Stadion „An der Alten Försterei“, der Heimspielstätte des 1. FC Union Berlin, 207 Projekte aus den ländlichen Regionen Ostdeutschlands geehrt. Mehr als 1.000 gemeinnützige Organisationen aus den fünf ostdeutschen Bundesländern hatten sich mit ihren Ideen beworben, die das Leben in ihrer Heimat lebenswerter machen. Drei der Preisträger kommen aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und erhalten jeweils 5.000 Euro Preisgeld. Das sind Jugendfonds im Schwarzatal, junge Engagement-Botschafter und ein Reparaturcafé auf zwei Rädern. Für die siegreichen Projekte aus dem Landkreis nahmen Burkhard Kolbmöller von der Zukunftswerkstatt Schwarzatal, Paula Freytag vom AWO Jugendhaus in Rudolstadt-Schwarza, Silke Rein vom Förderverein der Friedrich-Adolf-Richter Schule und Charlotte Grosse, von der HERAUSFORDERUNG einfach machen gGmbH die Preise entgegen.

Zu den Gratulanten gehört auch Landrat Marko Wolfram. „Ich freue mich, dass diese drei Projekte aus dem Landkreis eine besondere Anerkennung bekommen. Als Preisträger gehören sie zu den unzähligen Akteuren und insbesondere den jungen Menschen im Landkreis, die mit viel Herzblut dafür sorgen, dass wir alle in einem lebens- und liebenswerten Landkreis leben können.“

In diesem Jahr gehörte mit Björn Elsen erstmals ein Vertreter der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt der neunköpfigen Jury an. Er arbeitet in der Fach- und Koordinierungsstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung und verleiht den Preisen damit auch eine regionale Stimme. Bei der Preisverleihung im Stadion von Union Berlin kündigte er die Kategorie „NextGen engagiert – Junge Menschen gestalten ihre Zukunftsräume“ an und übergab die Preise. „Es war mir eine große Ehre, in diesem Jahr als Jurymitglied dabei zu sein und die Preise in der Kategorie NextGen persönlich zu übergeben. Dass gleich drei Projekte aus unserem Landkreis ausgezeichnet wurden, macht mich unglaublich stolz. Hier engagieren sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Mut, Kreativität und Herzblut für ihre Region. Ich freue mich sehr, dass dieses herausragende Engagement mit den Preisen gewürdigt wird“, berichtet Elsen.

Zwei Projekte waren erfolgreich in der Kategorie „NextGen engagiert“. So gehört der Demokratiefonds Jugend Schwarzatal: Mitreden. Mitgestalten. Mitentscheiden zu den Preisträgern. 
Die Zukunftswerkstatt Schwarzatal – Verein zur Förderung einer zukunftsfähigen regionalen Entwicklung e. V. hat hier gemeinsam mit dem Jugendwerk Schwarzatal einen unbürokratischen Jugendfonds eingerichtet. Statt langer Anträge genügt eine halbe Seite, handschriftlich oder als Sprachnachricht. Kinder ab zehn Jahren und Jugendliche bis 22 Jahre können dort ihre Ideen für mehr Demokratie, Weltoffenheit und Gastlichkeit im Schwarzatal einreichen.

Ebenso ausgezeichnet wurde Dein Ehrenamt in Rudolstadt: Vorbilder mit Erfahrung. 
An der Friedrich-Adolf-Richter-Schule werden Jugendliche zu Botschafterinnen und Botschaftern für Engagement. Sie sind ehemalige Teilnehmende der HERAUSFORDERUNG einfach machen gGmbH, eines bundesweit tätigen Projektes. Dort haben sie im Projekt eine selbstgewählte Herausforderung gemeistert und ihre Komfortzone verlassen. Diese Erfahrung geben sie nun weiter und werden dabei von einer Lokalkoordinatorin in Thüringen unterstützt. 150 junge Menschen in Rudolstadt und Umgebung gestalten so aktiv das Miteinander in der Region und stärken zugleich ihr Selbstvertrauen.

Als drittes Projekt aus dem Landkreis – diesmal in der Kategorie „Lebensraum gestalten“ - wurde das Mobile Reparaturcafé Rudolstadt mit seinem Motto Gegenwind für die Wegwerfgesellschaft ausgezeichnet. Die AWO Rudolstadt e. V. schickt ein Lastenrad mit Werkzeug, Stromkabeln, Klapphockern und Kaffeekanne durch Rudolstadt. Das seit April bestehende Reparaturcafé soll nun durch einen mobilen Ansatz erweitert werden. Mit dem Lastenrad geht es in Rudolstadt zu Menschen, die weniger mobil unterwegs sind: Es wird geschraubt, gelötet und geflickt, Jung und Alt, mit und ohne Migrationsgeschichte, tüfteln gemeinsam. Besonders Menschen, die weniger mobil unterwegs sind, sollen so erreicht werden. So bekommt Alltägliches ein zweites Leben, die Nachbarschaft rückt enger zusammen, und die Wegwerfgesellschaft bekommt Gegenwind.

Auf den Bildern von der Preisverleihung sind die glücklichen Preisträger, v.li.

Burkhard Kolbmöller (Zukunftswerkstatt), Juror Björn Elsen, Paula Freytag vom AWO Jugendhaus in Rudolstadt-Schwarza , Silke Rein vom Förderverein der Friedrich-Adolf-Richter Schule und Charlotte Grosse, HERAUSFORDERUNG einfach machen gGmbH

Martin Modes
Presse- und Kulturamt

Hintergrund über den Wettbewerb machen!

„machen!“ wurde 2026 zum vierten Mal von der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland, Staatsministerin Elisabeth Kaiser, gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) durchgeführt. Die Jury wählte die Preisträger in den Kategorien „Lebensraum gestalten“, „NextGen engagiert“ und „Brücken bauen – über Ländergrenzen hinweg“ aus. Insgesamt werden mehr als 830.000 Euro Preisgeld vergeben. Der Wettbewerb wird 2027 fortgesetzt. Alle Informationen: www.machen-wettbewerb.de

Links zu den ausgezeichneten Projekten
www.herausforderung.eu
www.awo-rudolstadt.de
https://zukunftswerkstatt-schwarzatal.de

Fotos: Bildarchiv LRA – Partnerschaften für Demokratie/Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt

1 Burkhard Kolbmöller (Zukunftswerkstatt), Juror Björn Elsen, Paula Freytag vom AWO Jugendhaus in Rudolstadt-Schwarza, Silke Rein vom Förderverein der Friedrich-Adolf-Richter Schule und Charlotte Grosse, HERAUSFORDERUNG einfach machen gGmbH
2 Burkhard Kolbmöller (Zukunftswerkstatt), Paula Freytag vom AWO Jugendhaus in Rudolstadt-Schwarza, Charlotte Grosse, HERAUSFORDERUNG einfach machen gGmbH, Silke Rein vom Förderverein der Friedrich-Adolf-Richter Schule, Juror Björn Elsen
3 Björn Elsen bei der Übergabe der Preise der Kategorie NextGen
4 Eine der Präsentationen der Siegergruppen der NextGen, li. Björn Elsen, re Staatsminsterin Elisabeth Kaiser, Mitte vorne Charlotte Grosse, HERAUSFORDERUNG einfach machen gGmbH, Silke Rein vom Förderverein der Friedrich-Adolf-Richter Schule vom Projekt Dein Ehrenamt in Rudolstadt
5 Bei der Preisübergabe– Elisabeth Kaiser mit Burkhard Kolbmöller (Zukunftswerkstatt)