Ehrenamtsförderung für Eine Welt Verein übergeben

Landrat überreicht Bescheid persönlich – stellvertretend für alle Antragstellenden

Saalfeld.  Seit mehr als 30 Jahren setzen sich Ehrenamtliche im Eine Welt Verein Saalfeld-Rudolstadt für Völkerverständung und einen fairen Handel ein. Die Weltläden in Saalfeld und Rudolstadt dienen der Information zu den wirtschaftlichen Zusammenhängen des Welthandels und werden für Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen genutzt. Rund 25 Ehrenamtliche engagieren sich im Verein. Am Dienstagnachmittag überbrachte ihnen Landrat Marko Wolfram stellvertretend für die vielen Vereine die diesjährige Ehrenamtsförderung in Höhe von 2.500 Euro.

Vereinsvorsitzende Simone Post hieß den Besucher zusammen mit ihren Vorstandsmitgliedern Petra Schillig und Christiane Hössel, Kassenwart Manfred Pätzold und Geschäftsführerin Birgit Pätzold willkommen. „Ich bin beeindruckt, wie Sie sich mit Ihren Mitgliedern für ein verantwortungsvolles Bewusstsein für unsere schöne Welt und alle Menschen einsetzen“, sagte Wolfram. Der Verein beteiligt sich als einer der wenigen in Ostdeutschland an bundesweiten Aktionen wie der Fairen Woche (www.faire-woche.de). Auch dieses Jahr überschneidet sie sich mit den Interkulturellen Wochen im Landkreises.  So werden Veranstaltungen gemeinsam organisiert und beworben.

„Wir waren auch wieder beim Schlösserkindertag am vergangenen Wochenende auf der Heidecksburg präsent. Da haben die Leute Zeit und sind gut zu erreichen“, berichtet die Vorsitzende Simone Post. Anlässlich der Auszeichnung der Stadt Saalfeld als Fairtrade-Town wurde im Weltladen Saalfeld am 12. September ein Faires Frühstück ausgerichtet. Neben diesen öffentlichkeitswirksamen Aktionen engagieren sich die Vereinsmitglieder vor allem in der Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ein neuer Flyer informiert über die speziellen Angebote mit den Maskottchen Fridolin und Fritzi. Die beiden Spatzen klären kindgerecht über Kakaoanbau und Schokoladenherstellung auf und wie wichtig fairer und gerechter Handel dabei ist. Wenn ein Besuch der Schulklassen im Weltladen zeitlich nicht möglich ist, gehen die Ehrenamtlichen auch in Kindergärten oder Schulen. „Wir haben ausschließlich positive Erfahrungen mit den Kindern gemacht“, berichtet Christiane Hössel. Oft kommen die Kinder später zusammen mit ihren Eltern in die Läden und geben ihr neues Wissen an Muttis und Vatis weiter.

Dabei dienen die beiden Läden, die die Mitglieder rein ehrenamtlich betreiben, als Einnahmequelle für die Bildungsarbeit, aber auch als Kommunikationsorte, etwa beim Donnerstagstreff. Und natürlich trägt der Kauf der Produkte zur Einkommenssicherung der Produzenten in Afrika, Lateinamerika oder Asien bei.

Peter Lahann
Pressestelle Landratsamt