Dank der Arbeitsgruppe Informations- und Kommunikationstechnik Kompetenz bei moderner Technik

Wie der Digitalfunk in Einsatzlagen am besten genutzt werden kann – Ausbildung für die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehren

Ein Satellit im Auftrag des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt im All

Landkreis. Anfang September führte das Amt für Bevölkerungsschutz die seit vielen Jahren erfolgreiche Arbeitsgruppe Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) in der Freiwilligen Feuerwehr Rudolstadt durch. Beteiligt waren die Feuerwehren Großkochberg, Leutnitz, Unterwellenborn, Rudolstadt, Schmiedefeld, Saalfeld, Oberweißbach, Lehesten, das DRK Saalfeld-Rudolstadt sowie die Johanniter Unfallhilfe Regionalverband Saalfeld-Südthüringen, welche allesamt ein durch ehrenamtliche Kameradinnen und Kameraden besetztes Führungsfahrzeug am jeweiligen Standort besetzen.

Grund der Veranstaltung ist der stetig voranschreitende Wandel durch den Fortschritt der Technik, welcher auch vor dem Bereich Brand- und Katastrophenschutz keinen Halt macht. Um infolgedessen nicht „hinterherzuhängen“, wurden betroffene Personen und Organisationen in Ihrer Freizeit zu aktuellen Themen geschult – sowohl theoretisch als auch praktisch. 

Uwe Kleingärtner und Dennis Meger aus dem Sachgebiet Informations- und Kommunikationstechnik sowie die beiden Kreisbrandmeister Sebastian Karsch und Ronny Wuckel leiteten die diesjährige Schulung. Das Highlight war dabei ein Vortrag von Sebastian Thieler aus dem Thüringer Landeskriminalamt. Er informierte darin über die praktische Nutzung des Digitalfunks in Einsatzlagen, die Funkdisziplin und Rufgruppenplanung sowie die Unterstützungsmöglichkeiten der Autorisierten Stelle Thüringen bei größeren und besonderen Einsatzlagen. 

Abseits des Vortrags wurde während der Veranstaltung auch über das durch den Landkreis SLF-RU betriebene Starlink-System zur Anbindung der Fahrzeuge an das Internet mittels eines Satelliten informiert. Weiterhin standen auf der Agenda die Aufklärung durch Drohnen am Beispiel der Bergwacht Meuselbach, aber auch die Nutzung von Cloud-Systemen, Einsatzmöglichkeiten zur Einsatzunterstützung und nicht zuletzt aktuelle Themen im Bereich von Softwareanwendungen und dem Digitalfunk. 
Nach der eigentlichen Veranstaltung fand abschließend noch ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch der Teilnehmer statt.

Tiziano Zaake
Auszubildender
Presse- und Kulturamt

Hintergrund:
Die Autorisierte Stelle Thüringen
Als zentrale Anlaufstelle für die technische und operative Nutzung des Digitalfunks steht die Autorisierte Stelle Thüringen Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst im Freistaat ganzjährig rund um die Uhr beratend und unterstützend zur Seite. Damit trägt sie wesentlich zu einer zuverlässigen Kommunikation in Einsatzlagen bei – Auch beim Waldbrand in Gösselsdorf im Jahr 2025 unterstützte die Autorisierte Stelle den Führungsstab des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt um eine ordnungsgemäße Einsatzstellenkommunikation sicherzustellen.