Fachimpulse aus Hannover für die Suchtprävention
Suchtpräventionskoordinatorin nahm an nationaler Fachtagung teil
Hannover. Um aktuelle Entwicklungen in der Suchtprävention und Suchthilfe frühzeitig für die Arbeit im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt aufzugreifen, nahm Tatjana Kaulfuss, Koordinatorin für Suchtprävention im Gesundheitsamt des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt, Mitte Juni an der 47. Fachtagung fdr+sucht+kongress des Fachverbands Drogen- und Suchthilfe e.V. in Hannover teil. Unterstützung erhielt sie dabei von Anna Kaiser, Leiterin des Frauenzentrums und Freizeittreffs „Regenbogen“ in Rudolstadt.
Unter dem Motto „Gute Praxis trotz Krisen: Was wirkt? Was hilft? Was stärkt uns?“ kamen rund 200 Fachleute aus Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Themen wie Mediensucht, digitale Präventionsangebote, psychische Gesundheit, Resilienz, gesellschaftliche Teilhabe und die Frage, wie junge Menschen frühzeitig erreicht werden können.
Der Kongress machte deutlich, wie dynamisch sich das Arbeitsfeld der Suchtprävention und Suchthilfe entwickelt. Neben bewährten Ansätzen standen insbesondere aktuelle Themen wie Mediensucht, digitale Präventionsangebote, die Integration von Menschen mit Suchterfahrungen in Arbeit und Gesellschaft sowie neue Herausforderungen durch den digitalen Wandel im Mittelpunkt.
Dabei zeigte sich einmal mehr: Suchtprävention ist längst mehr als die Aufklärung über Alkohol oder illegale Drogen. Themen wie soziale Medien, Gaming, psychische Gesundheit, Resilienz und gesellschaftliche Teilhabe gewinnen zunehmend an Bedeutung. Gerade für Fachkräfte bot der Kongress deshalb wertvolle Impulse, um aktuelle Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen und in die tägliche Arbeit einfließen zu lassen. Auch die Frage, wie KI in Zukunft bei Prävention und dem Umgang mit suchtgefährdeten Menschen unterstützen kann, wurde im Kongress intensiv diskutiert. Im Weiteren wurden Themen wie Resilienzförderung bei Fachkräften, Peeransätze, die Affinität des menschlichen Körpers zu Substanzkonsum und Hilfen für suchtbelastete Familien in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt.
„Neben den fachlichen Inhalten war vor allem der persönliche Austausch ein Gewinn“, so Kaulfuss: „Gespräche am Rande der Veranstaltungen und der Blick über den eigenen Arbeitsbereich hinaus machten deutlich, wie wichtig Vernetzung für die tägliche Arbeit in unserer Region ist.“
Johannes Wolf
Auszubildender
Presse- und Kulturamt