Wolfram Weimer zu Gast bei Caspar David Friedrich
„Morgennebel im Gebirge“ beeindruckt Kulturstaatsminister auf Heidecksburg
Rudolstadt. Im Rahmen seiner Kulturbautenreise durch Deutschland besuchte der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, am Freitag, 19. Juni, das Residenzschloss Heidecksburg in Rudolstadt. Empfangen wurde er von Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Sabrina Lüderitz, Direktorin des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg, der Bundestagsabgeordneten Diana Herbstreuth und Landrat Marko Wolfram. Gemeinsam gaben sie dem Kulturstaatsminister Einblicke in die herausragenden Kunst- und Kulturschätze der Heidecksburg sowie in die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, die mit Unterstützung von Bund und Land umgesetzt werden.
Dr. Doris Fischer erläuterte dabei das Sonderinvestitionsprogramm I (SIP) der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, das auf der Heidecksburg drei zentrale Bauprojekte umfasst: die Dachsanierung und der Brandschutz an West- und Nordflügel, die Sanierung der Säulensäle im Südflügel sowie die Instandsetzung des Marstalls. Das Gesamtvolumen der Maßnahmen auf der Heidecksburg beträgt rund 39 Millionen Euro, die im Rahmen des von Bund und Land finanzierten Programms umgesetzt werden. Insgesamt umfasst das SIP I 23 Projekte an Kulturdenkmalen in Thüringen mit einem Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro.
Einen besonderen Eindruck hinterließ bei Wolfram Weimer das Gemälde „Morgennebel im Gebir-ge“ von Caspar David Friedrich. Das Werk zählt zu den herausragenden Schätzen des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg und ist derzeit aufgrund laufender Baumaßnahmen nicht ausge-stellt, sondern im Depot verwahrt. Das besondere Gemälde, das um 1808 entstand, unterstreicht die internationale Bedeutung der Sammlungen auf Schloss Heidecksburg.
Landrat Marko Wolfram nutzte den Besuch, um auf die besondere Verbindung Friedrich Schillers zu Rudolstadt hinzuweisen. Die Formulierung „Schillers heimliche Geliebte“ wird dabei für die enge Beziehung der Stadt zum Dichter verwendet. Sie geht auf Schillers Aufenthalt in Rudolstadt im späten 18. Jahrhundert zurück, in dessen Verlauf er im Haus der Familie von Lengefeld wichtige persönliche und literarische Kontakte knüpfte.
Trotz der laufenden Sanierungsarbeiten ist das Thüringer Landesmuseum Heidecksburg für Besucherinnen und Besucher weiterhin geöffnet. Zugänglich sind unter anderem die Porzellangalerie, die Dauerausstellung „Rococo en miniature “ und das Naturhistorische Museum mit seinem interaktiven Korallenriff. Darüber hinaus lädt die neue Sonderausstellung „Stadtgeschichte – Gesammelt. Bewahrt.“ anlässlich des Jubiläums „1250 Jahre Rudolstadt“ dazu ein, die Geschichte der Stadt zu entdecken.
Landrat Marko Wolfram sagte zum Besuch: „Ich freue mich sehr, dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bei uns zu Gast war. Der Besuch hat gezeigt, wie sehr er die Heidecksburg und ihre Bedeutung als Kulturstandort schätzt. Für den Landkreis ist das Sonderinvestitionsprogramm I ein großer Gewinn – umso mehr würde ich mich freuen, wenn wir gemeinsam auch ein Folgeprogramm auf den Weg bringen können.“
Franziska Ehms
Presse- und Kulturamt