Hilfe für Jugendliche in schwierigen Lebensphasen

Wohngruppe „Neues Leben“ des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk

Saalfeld. Am Freitag, 12. Juni, wurde in Remschütz das 25-jährige Bestehen der betreuten Wohngruppe „Neues Leben“ gefeiert. Träger ist das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk (EJF). Zum Jubiläum waren neben aktuellen und ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohnern, Betreuerinnen und Betreuer, Vertreter des Trägers, Landrat Marko Wolfram, Bürgermeister Dr. Steffen Kania, Landtagsmitglied Maik Kowalleck sowie Stefan Erbse, Leiter des Inspektionsdienstes der Landespolizeiinspektion Saalfeld gekommen. Einrichtungsleiterin Sabine Müller wurde für ihre langjährige Tätigkeit mit dem Diakonischen Kronenkreuz verliehen.

Martin Isermeyer, Geschäftsbereichsleiter Kinder- und Jugendhilfe im EJF, ließ in seiner Rede die Entwicklung der Wohngruppe von ihren Anfängen in Röttersdorf über Standorte in Pößneck und Leutenberg bis zum Umzug nach Remschütz 2011 Revue passieren. Über 25 Jahre mitbegleitet und maßgeblich geprägt wurde diese Entwicklung von der heutigen Leiterin der Einrichtung, Sabine Müller. Die Laudatio zur Auszeichnung hielt Björn Johansson, Referent für Kinder- und Jugendhilfe der Diakonie Mitteldeutschand. Er erinnerte vor allem an die Anfangszeit, als hohe Jugendarbeitslosigkeit und eine schwache Wirtschaft für unsichere Verhältnisse sorgte. „Frau Müller war in dieser Zeit der Anker“, sagte Johansson.

Landrat Marko Wolfram betonte in seinem Grußwort die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und Einrichtung. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag, schwierige Jugendliche zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen neue Perspektiven zu entwickeln“, so der Landrat. Bürgermeister Dr. Steffen Kania erinnerte an Vorbehalte, die es zunächst in Remschütz gegen die Einrichtung gegeben habe. „Von der einstigen Aufregung ist heute kaum noch etwas zu spüren. Ich freue mich, dass es diese Einrichtung in Saalfeld gibt, die da anfängt, wo andere aufhören“, sagte Dr. Kania. Es sei Grundprinzip der christlichen Ethik, dass die Würde des Menschen unantastbar sei. Es müsse zwischen einer Person und ihrer Taten unterschieden werden. „Der Mensch ist mehr als seine Taten. Unsere Gesellschaft darf niemanden verloren geben, vor allem nicht junge Menschen“, betonte der Bürgermeister. Dieser Aufgabe stelle sich Sabine Müller mit ihrem Team in Remschütz.

Peter Lahann
Presse- und Kulturamt