Bundeswettbewerb Jugend musiziert: Großer Auftritt in Regensburg für ein junges Trio

Das Trio Viakkorcello der beiden Kreismusikschulen spielt in dieser Woche beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert – Einer davon, Josua Mäurer, kommt gerade erst erfolgreich aus Sondershausen zurück

Saalfeld. Im Januar war das Trio Viakkorcello erstmals bei einem Wettbewerb angetreten – beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert. „Das Ergebnis war traumhaft: 24 Punkte und ein Sonderpreis, verbunden mit der Weiterleitung zum Landeswettbewerb“, sagt Claudia Firl, eine der drei Lehrerinnen, die das Trio aus Giso Pech, Balduin Hagner und Josua-Thaddäus Mäurer ursprünglich betreuten.  Der fand dann am 22. März statt. „Im Gepäck hatten die Jungs viel Musik, geballte Energie und höchste Konzentration“, berichtet Firl. Dann traten sie im Blauen Saal im Schloss Sondershausen in der Kategorie „Akkordeon-Kammermusik“ auf mit einem tollen Ergebnis: 24 Punkte und die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb!

In dieser Woche ist es soweit: In München und Regensburg findet der diesjährige Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ statt – und die drei von Viakkorcello haben ihren Auftritt dabei am Wettbewerbsort in Regensburg.

Und dorthin fahren sie mit weiterem Rückenwind: Denn Mitte Mai hatte der bundesweite 30. Carl-Schroeder-Wettbewerb im Blauen Saal des Sondershäuser Schlosses stattgefunden. Dort trat Josua Mäurer aus der Celloklasse von Claudia Firl in der Altersklasse IV an. Mit der Unterstützung von Stephan Müller als Klavierbegleitung erreichte Josua dort mit 22 Punkten das beste Ergebnis seiner Altersklasse und erhielt das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg“.

„Die intensive Arbeit hat sich gelohnt! Die vielen Übungsstunden und der engagierte Unterricht haben sich ausgezahlt“, so das Motto von Claudia Firl und Maria Kandić, die jetzt mit ihrem Trio voller Zuversicht auf den Auftritt in Regensburg freuen.

Die Schulfamilie unserer Kreismusikschulen wünscht den Jungs einen spannenden und erfolgreichen Auftritt in Regensburg. „Es ist wirklich spannend, was für tolle Auftritte und Ensembles dank der engagierten Lehrerinnen und Lehrer an unserer Musikschule zustande kommen und mit wieviel Herzblut unsere jungen Talente hier üben und spielen“, freut sich auch Landrat Marko Wolfram, der für den Auftritt beide Daumen drückt.

Die Erfolge machen neugierig auf das Trio Viakkorcello – deshalb haben Marija Kandić und Claudia Firl aufgeschrieben, wie sich das Trio mit seinen unterschiedlichen Instrumenten gefunden hat, das nun schon seit über zwei Jahren zusammen spielt und welche Herausforderungen sich ihnen dabei gestellt haben:

„Was bedeutet eigentlich „Viakkorcello“? Ganz einfach: Violine, Akkordeon, Cello! Und das sind: Giso Pech, Balduin Hagner und Josua-Thaddäus Mäurer. Gesehen, gehört und zusammengefunden

Im Januar 2024 trafen sich in Rudolstadt drei Lehrerinnen aus Rudolstadt und Saalfeld: Marija Kandić , Gabriele Hucke und Claudia Firl , gemeinsam mit ihren Schülern. Jede brachte ihre eigene Idee mit, doch alle hatten dieselbe Vision: gemeinsam Musik machen! So entstand ein ganz besonderes Ensemble mit einer eher ungewöhnlichen Besetzung: Violine, Akkordeon und Violoncello.

Eine Geige, die singt.

Ein Akkordeon, das atmet.

Ein Cello, das warm und tief klingt.

Ungewöhnlich? Vielleicht. Aber genau das macht „Viakkorcello“ so spannend: Drei Instrumente, drei Persönlichkeiten, ein gemeinsamer Klang. Die Reise begann: Repertoire wurde gesucht, viele Proben organisiert und erste Auftritte gespielt.

Dank der Begabtenförderung mit dem Komponisten und Akkordeonisten Klemen Leben, der mit seiner Energie die Proben jedes Mal bereichert, intensiviert, mehr Details in die Musik gebracht und zur Entwicklung des Trio-Repertoires beigetragen hat, wurde die Arbeit an den Stücken sowohl für die Lehrerinnen als auch für die drei jungen Musiker sehr spannend. Nach kurzer Zeit begannen die drei Instrumente, wie ein einziges zu klingen. Auch die Jungs lernten, sich immer besser zu verstehen. Manchmal wurde diskutiert, doch an erster Stelle stand immer die Musik.

Im Januar 2026 folgte der erste Erfolg beim Wettbewerb: Die Freude war groß, doch es musste weitergehen. Also wieder viel Organisation: Wo findet die Probe statt? Wer leitet sie? Wer fährt? Wer kann am Samstag kommen?

Da Giso seit letztem Herbst das Musikgymnasium Belvedere in Weimar besucht und Gabriele Hucke als eine der drei beteiligten Lehrerinnen in ihren wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, wurde die Organisation der Proben noch einmal aufwendiger. Mit Giso in Weimar, Balduin in Rudolstadt und Josua in Saalfeld war echtes Koordinationstalent gefragt.

Drei Familien und die zwei Lehrerinnen Marija Kandić und Claudia Firl arbeiteten gemeinsam mit drei engagierten Jungen daran, dass alles klappt!“

Martin Modes
Presse- und Kulturamt

  1. Foto vom 30. Carl-Schroeder-Wettbewerb im Blauen Saal des Sondershäuser Schlosses
  2. Foto vom Landeswettbewerb in Sonderhausen mit dem Trio (G. Pech, B. Hagner, J. Mäurer)