Landkreis startet Initiative „Kein K.O.“
Prävention zum Schutz vor K.O.-Tropfen
Saalfeld. Das Jugendamt des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt startet in diesem Jahr die Präventionsinitiative „Kein KO“, um auf die Gefahren von K.O.-Tropfen aufmerksam zu machen und insbesondere junge Menschen besser zu schützen. „K.O.-Tropfen sind farb- und geruchslos und werden häufig unbemerkt in Getränke gemischt. Die Wirkung tritt oftmals sehr schnell ein und die Symptome ähneln denen eines starken Alkoholkonsums“, erklärt Melanie Kaul, verantwortlich für den gesetzlichen Kinder- und Jugendschutz im Landkreis. In Gesprächen mit jungen Menschen und deren Eltern seien ihr wiederholt Erfahrungen mit solchen Substanzen geschildert worden.
Die Initiative „Kein KO“ verfolgt das Ziel, das Bewusstsein für die Gefahren von K.O.-Tropfen im Nachtleben zu stärken, potenzielle Betroffene zu schützen und Täterinnen und Täter abzuschrecken. Geplant ist eine Kombination aus Aufklärung, Sensibilisierung sowie konkreten Schutzmaßnahmen. So wird der Landkreis bei verschiedenen Veranstaltungen mit Informationsständen präsent sein und durch Plakate über Risiken und Schutzmöglichkeiten informieren. Den Auftakt bildet die Freibadparty zum Saalfelder Marktfest am Samstag, 13. Juni 2026.
Darüber hinaus ist die Verteilung praktischer Schutzmittel vorgesehen. Dazu zählen unter anderem sogenannte Spikes – kleine Flaschenverschlüsse -, Getränkedeckel sowie Scrunchies – Getränkeschutzhaarbänder -, die helfen können, Manipulationen an Getränken zu verhindern.
Auch die Sensibilisierung von Barpersonal und Sicherheitskräften spielt eine wichtige Rolle. Diese erfolgt durch die jeweiligen Veranstalter der Events. Zusätzlich ist Präventionsarbeit an Schulen im Landkreis in Planung.
Mit der Initiative möchte der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ein deutliches Zeichen für mehr Sicherheit und Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum setzen und insbesondere junge Menschen für das Thema sensibilisieren.
Franziska Ehms
Presse- und Kulturamt