Ein Fest für den Kindergarten Zwergenparadies in Leutenberg
Im Bildungshaus Leutenberg feiern Kindergarten und Grundschule 25 Jahre diakonische Trägerschaft des Kindergartens
Saalfeld. Der Kindergarten Zwergenparadies in Leutenberg hat am Freitag ein 25jähriges Jubiläum gefeiert: Vor 25 Jahren hatte die Diakoniestiftung nach einer Ausschreibung durch die Stadt Leutenberg die Trägerschaft des Kindergartens übernommen.
Mit einem Gottesdienst und einem Familienfest feierte die Kindergarten- und Schulfamilie am Nachmittag bei strahlendem Frühlingswetter in den Räumen und auf dem Außengelände ein Fest, bei dem sich die Kinder besonders auf die Hüpfburg freuen konnten. Zusammen mit dem Sprecher der Geschäftsführung der Diakoniestiftung Thüringen, Dr. Klaus Scholtissek, würdigten auch Landrat Marko Wolfram und Bürgermeister Robert Geheeb die hervorragende Arbeit im Kindergarten, für die Leiterin Marion Wohlfarth-Heidrich und ihre Erzieher täglich Kinder und Eltern begeistern.
Dr. Scholtissek betonte das zukunftsgewandte christliche Profil des Kindergartens in seiner Begrüßung: „Im Namen des Trägers dieses Kindergartens, der Diakoniestiftung, danke ich der Stadt Leutenberg und allen Verantwortlichen, die damals vor 25 Jahren, die während der 25 Jahre und die bis heute uns das Vertrauen schenken, diese Aufgabe zuverlässig, fachlich professionell und mit hohem Engagement zu übernehmen. Ich danke allen Eltern für das Vertrauen und ganz besonders Leiterin Marion Wohlfahrt-Heidrich und ihrem Team, für die Arbeit. Sie leiten diesen Kindergarten seit so vielen Jahren mit hoher Fachlichkeit, mit Herz und Seele und mit einem guten Auge für den Alltag und darüber hinaus für die Zukunft. Es geht schon im Kindergarten um ein Hineinwachsen in eine Gemeinschaft, die trägt und in der Flügel wachsen können. Für mich ist das das schönste Bild für einen Kindergarten: Hier wachsen Kindern Flügel, die wirklich tragen.“
In seinen Worten schlug Landrat Marko Wolfram die Brücke vom Gestern zum Heute. Er erinnerte an den mutigen Schritt im Jahr 2012, als der Landkreis und die Stadt Leutenberg mit Mitteln des Konjunkturpakets II das „Bildungshaus Leutenberg“ schufen. „Wir wollten Bildung und Erziehung von Null bis Zehn an einem Standort verzahnen“, so Wolfram. Dass dieses Konzept aufgegangen ist, bewies der begeisterte Zuspruch der Kinder. Als der Landrat fragte, ob es die „Regenbogen-“, „Wald-“, „Blumen-“ und „Sonnenzwerge“ von damals noch gebe, schallte ihm ein lautstarkes „Ja!“ entgegen.
Besonders würdigte Wolfram die Rolle der Diakoniestiftung. In einer zunehmend unübersichtlichen Welt biete die christliche Kernbotschaft der Nächstenliebe den Kindern eine „ethische Richtschnur“, die weit über die Kindergartenzeit hinaus trage. „Hier wird nicht nur betreut, hier wird Gemeinschaft gelebt“, betonte der Landrat.
Bürgermeister Robert Geheeb hatte ein wenig in der Geschichte geforscht, und konnte berichten, dass es die erste, belegbare Kinderbetreuung in Leutenberg im Jahr 1915 gab, damals allerdings noch ohne pädagogisches Konzept und nicht ganzjährig, sondern zunächst nur im Sommer in den Schulferien. Diese war im Leutenberger Hof untergebracht.
Zuvor hatte Pfarrerin Sarah Zeppin in einem charmanten kindgerechten Gottesdienst mit den Kindern Gottes Schöpfung erkundet. Beim Fest erfreuten die Kindergartenkinder zunächst mit ihrem Lied „Gottes Welt beginnt“ die Anwesenden, ehe die Grundschulkinder mit ihren Tänzen das Programm gestalteten. Der Abschluss gehörte noch einmal den Kindergartenkindern, die eine neue Gruppe haben., die „Zwergen Dancer“.
Beim anschließenden Rundgang durch die Kindergartenräume zeigte Kindergartenleiterin Marion Wohlfarth-Heidrich den Gästen Scholtissek, Wolfram und Geheeb ihre großzügigen Räumlichkeiten mit dem von den Kindern geliebten Blick hoch über der Stadt. Die Räume befinden sich auch 15 Jahre nach dem Einzug noch in einem guten Zustand, wie die Gäste feststellten.
Martin Modes
Presse- und Kulturamt
Sarah Smailes
Diakoniestiftung Thürinen Öffentlichkeitsarbeit
Fotos Martin Modes