Brücke Weischwitz ist im Landesprogramm

Vorbereitungen für Ersatzneubau noch in diesem Jahr – Hauptarbeiten 2027

Kaulsdorf. Grünes Licht für den Ersatzneubau der Saalebrücke in Weischwitz: Das Landesamt für Bau und Verkehr hat die neue Brücke in das Förderprogramm für kommunale Infrastruktur eingeordnet. Die Vorbereitungen für den Bau beginnen noch in diesem Jahr, die Hauptarbeiten finden 2027 statt und enden mit dem Rückbau der alten Brücke im Folgejahr.

„Ich bin froh, dass wir bei einem weiteren wichtigen Brückenprojekt die Unterstützung des Landes bekommen“, sagte Landrat Marko Wolfram.  Die Saalebrücke bei Weischwitz liegt im Zuge der K 154 und fällt damit in die Zuständigkeit des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt. Die K 154 stellt den Anschluss des Kaulsdorfer Ortsteils Weischwitz an das übergeordnete Verkehrsnetz dar.

Die bestehende Brücke wurde Anfang der 1980er Jahre erbaut. Aufgrund ihrer Gefährdung durch Spannungsrisskorrosion wurde sie im Auftrag des Landratsamtes 2022 durch ein Ingenieurbüro untersucht. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die Brücke kein ausreichendes Ankündigungsverhalten bei Spannungsrisskorrosion zeigt. Damit könnte die Gefahr eines plötzlichen Versagens bestehen. Als erste Vorsichtsmaßnahme wurde deshalb die Befahrbarkeit auf Fahrzeuge mit höchstens 18 Tonnen beschränkt und ein kurzfristiger Neubau empfohlen.

Der Ersatzneubau wird als Einfeldbrücke ohne zusätzlichen Pfeiler im Gewässerbereich der Saale geplant und etwa 20 Meter flussaufwärts errichtet. Die lichte Weite zwischen den Widerlagern wird etwa 57 Meter betragen. Die Brücke wird für eine Belastung bis 60 Tonnen geplant. Die Baukosten der neuen Brücke werden derzeit mit rund fünf Millionen Euro eingeschätzt, wobei eine verlässliche Voraussage der tatsächlichen Kosten aufgrund der unklaren Entwicklung der Baupreise nur sehr schwer bzw. nicht möglich ist.

Während der Bauzeit kann die bestehende Brücke als Zufahrt nach Weischwitz weiter genutzt werden.

Peter Lahann
Presse- und Kulturamt