Zukunftsweisende Ideen für die Thüringen-Kliniken
Aufsichtsrat, Geschäftsführer und Architekt stellen Planungen vor
Saalfeld. Ihre Konzeptidee hat den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung überzeugt: Das „Architekturbüro wörner traxler richter“ (wtr) wird den Neubau des Bettenhauses der Thüringen-Kliniken am Standort Saalfeld realisieren. „Sie haben uns eine Lösung präsentiert, die zukunftsweisend ist und sehr gut zu uns passt“, würdigten Landrat Marko Wolfram und Geschäftsführer Dr. med. Thomas Krönert. Diesen Entwurf haben nun beide gemeinsam mit Architekt Christian Xyländer in einer öffentlichen Informationsveranstaltung in Saalfeld vorgestellt.
Entstehen soll ein sechsgeschossiges Gebäude, das sich harmonisch zwischen dem bestehenden OP-Zentrum mit der Zentralen Notaufnahme und dem früheren Hubschrauberlandeplatz einfügt und alle bettenführenden Bereiche des Standorts Saalfeld der Thüringen-Kliniken aufnehmen soll. Dabei entstehen im Areal zwischen Rainweg und Eckardtsanger bis in den Sommer 2030 drei Kernzentren bzw. werden diese weiterentwickelt: Das Klinikum (weitgehend bestehend aus dem Neubau), das Zentrum für Seelische Gesundheit sowie der interdisziplinäre Medizin- und Sozialcampus (der das bestehende denkmalgeschützte Klinikgebäude umfasst). Die Konzeptidee wurde in den zurückliegenden rund zwei Jahren in Pläne umgesetzt und dem Fördermittelgeber – dem Thüringer Gesundheitsministerium – zur Genehmigung vorgelegt.
Zu den Besonderheiten des neuen Gebäudes gehören der Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach mit einer direkten Verbindung zur Zentralen Notaufnahme und der Intensivstation sowie ein Dachgarten als klinisch wirksamer Aufenthalts- und Therapiebereich. Der bisherige Planungsstand sieht die Patientenzimmer als Ein- oder Zweibettzimmer vor. Beginnend mit der Intensivstation und der Station Intermediate Care (IMC) im zweiten Obergeschoss werden alle weiteren bettenführenden Stationen sowie die Kreißsäle in der dritten bis fünften Etage Platz finden.
Das Erdgeschoss beherbergt die Zentrale Notaufnahme und die Radiologie. In der darüberliegenden Etage sollen ein interdisziplinäres Ambulanzzentrum, die zentrale Aufnahme, die Cafeteria und die Klinikseelsorge, entstehen, stellte Architekt Christian Xyländer vor. Für den Warentransport soll vom Kellergeschoss ausgehend ein automatisches System integriert werden.
Zu Beginn des gut besuchten Informationsabends hatten Landrat Marko Wolfram, Vorsitzender des Aufsichtsrates, und Geschäftsführer Dr. med. Thomas Krönert die Notwendigkeit für den Neubau erklärt. Das Haupthaus aus den 1950er Jahren weist erhebliche strukturelle Defizite auf. Kleine Stationen, lange Wege und eine zersplitterte Gebäudeorganisation erschweren effiziente Abläufe im Klinikalltag. Besonders kritisch ist der Zustand der technischen Infrastruktur – etwa ein zentraler Abwasserkanal, der unter einem der wichtigsten Versorgungswege verläuft.„Tiefgreifende bauliche Eingriffe wären notwendig, sind aber aufgrund von Statik und Denkmalschutz nur sehr eingeschränkt möglich“, so Geschäftsführer Dr. med. Krönert.
Vor diesem Hintergrund hatte der Aufsichtsrat der Thüringen-Kliniken „grünes Licht“ für den Neubau am Klinikstandort Saalfeld gegeben.
„Wir rechnen mit einem Baubeginn im Jahr 2028 und einem Einzug etwa fünf Jahre später“, blickten Landrat Wolfram und Geschäftsführer Dr. med. Krönert voraus. Seit 2022 hatten beide sehr intensiv die Idee des Neubaus den politisch Verantwortlichen im Land Thüringen vorgestellt und unter anderem Gesundheitsministerin Katharina Schenk und Finanzministerin Katja Wolff in Saalfeld begrüßt.
Stephan Breidt
Leiter Unternehmenskommunikation