Landrat informiert sich über digitale Bildungstechnik
VST Saalfeld zeigt Lösungen für vernetzte Klassenzimmer
Saalfeld. Um die digitale Infrastruktur an den Schulen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt weiter voranzubringen, besuchte Landrat Marko Wolfram am Donnerstag, 19. März, die VST GmbH in Saalfeld. Begleitet wurde Wolfram von Claudia Langer, Leiterin des Schulverwaltungsamtes, Diana Berk, die in der Schulverwaltung für die Ausstattung zuständig ist, Frank Haun, Leiter des Sachgebiets Schul-IT sowie Administrator Volker Prasse. VST-Geschäftsführer Thorsten Weiss stellte die Unternehmensentwicklung und aktuelle Projekte vor. Teamleiter Dirk Gerloff präsentierte das SmartFox-System, eine innovative Lösung für digitale Klassenzimmer, die Lehrkräften und Schülern moderne, interaktive Lern- und Lehrmöglichkeiten bietet.
Die VST GmbH wurde 1991 als Vertriebsgesellschaft für Video-System und Kommunikationstechnik gegründet und ist heute ein führender Anbieter für audiovisuelle Technik und digitale Bildungssysteme in Mitteldeutschland. „Wir haben im vergangenen Jahr 200 Gerichtssäle mit unserer Technik ertüchtigt“, erklärte Weiss. Das Saalfelder Unternehmen hat außerdem Schulungsräume der Thüringer Polizei, Hörsäle der Technischen Universität Ilmenau und Konferenzräume von Unternehmen ausgerüstet.
Die Schulverwaltung stellte die bisher abgeschlossenen Digitalisierungsschritte an den Schulen in Trägerschaft des Landkreises vor. Im Rahmen des Digitalpakts I der Bundesregierung wurden an mehreren Schulen die Netzwerktechnik erneuert. Unterrichtsräume wurde entsprechend den medienpädagogischen Konzepten der Schulen mit unterschiedlicher Hardware ausgestattet – vom Smart TV bis zur interaktiven Tafel. Zudem verwaltet die Schul-IT 2.400 Lehrer und Schüler I-Pads. Die unterschiedliche technische Ausstattung in den Schulen stelle für die Administration aber auch die Lehrkräfte eine Herausforderung dar.
Hier setzt die technische Lösung von VST an, die Gerloff präsentierte. Hier werden alle Geräte – vom Smartboard über Laptops bis zum digitalen Polylux über ein Bedienfeld gesteuert. Das Bedienfeld befindet sich am Lehrertisch, ist durch Berührung zu steuern und intuitiv verständlich. Das System erlaubt es, Unterrichtsinhalte auf interaktiven Displays darzustellen und durch digitale Medien den Lernprozess zu unterstützen. Statt in jedem Klassenraum Zeit damit zu verschwenden, die richtige Geräteeinstellung zu finden, können sich Lehrerinnen und Lehrer dank der einfachen Steuerung sofort auf den Unterricht konzentrieren.
Gerloff empfahl, ein Demonstrations-Klassenzimmer mit Technik auszustatten und einige Monate im Schulbetrieb zu testen. So können man die Anforderungen von Schülern und Lehrern berücksichtigen und eine standardisierte Ausstattung finden. Das würde Beschaffungsprozesse erleichtern und Kosten sparen.
Diese Anregung soll in den weiteren Digitalisierungsprozess mit einfließen, der durch den gerade beschlossenen Digitalpakt II auf die Schulträger zukommt. „Die Digitalisierung der Schulen ist mir ein zentrales Anliegen. Mit digitalen Lösungen können wir Lehrkräfte entlasten und den Unterricht zukunftsfähig gestalten“, betonte Landrat Marko Wolfram: „Es ist beeindruckend, welche technologischen Möglichkeiten in unserem Landkreis entwickelt werden. Das stärkt nicht nur unsere Schulen, sondern auch die regionale Wirtschaft.“
Franziska Ehms/Peter Lahann
Presse- und Kulturamt