Kreisbereisung: Landrat besucht BASF in Schwarza

Autor/in: Carolin Schreiber

Geschäftsführer Oliver Fuchs gibt Einblicke in die Welt der Kunststoffe

Rudolstadt. Im Rahmen seiner Kreisbereisungen besuchte Landrat Marko Wolfram gemeinsam mit Rudolstadts Erstem Beigeordneten, Mirko Schreiber, kürzlich die BASF Performance Polymers GmbH im Industriegebiet Schwarza.

Geschäftsführer und Betriebsleiter Oliver Fuchs sowie sein Leitungsteam gaben im Rahmen einer Präsentation umfassende Einblicke in die Unternehmensentwicklung und Produktion in Rudolstadt. „Den Standort gibt es bereits seit 1935, im Jahr 2003 ist dann BASF eingestiegen“, erläutert Fuchs, der selbst vor über 26 Jahren als Auszubildender im Konzern begonnen hat. BASF ist weltweit in 93 Ländern aktiv und betreibt 234 Produktionsstandorte. In Rudolstadt sind derzeit 111 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter vier Auszubildende, beschäftigt. „Wir bilden selbst aus - das ist uns sehr wichtig“, betonte Fuchs.

Am Standort Schwarza werden rund 240 verschiedene Produkte hergestellt - technische Kunststoffe wie Ultramid® und Capron®, die als Granulate chargenweise produziert und in Kleinstmengen bis hin zu großen Mengen von mehr als einhundert Tonnen abgefüllt werden. Die hochentwickelten Kunststoffgranulate werden vorrangig in der Automobil- und Elektronikbranche, aber auch für Konsumgüter und den Baubereich benötigt. Sie sind dank spezieller Eigenschaften je nach Produkt besonders langlebig, hitzebeständig oder auch schwerlastgeeignet. Vom Bürostuhl über Hochspannungsstecker bis zum Kunststoffpuffer unter Bahngleisen – die Produktpalette ist so vielseitig wie die Farbpallette. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal des Standortes ist der Bereich Coloristik: „Unsere Mitarbeiter sind Spezialisten in der Entwicklung von Farbrezepturen – dies ist hochkomplex und besonders anspruchsvoll. Darauf sind wir sehr stolz“, erklärte Oliver Fuchs bei der Werksbesichtigung.

Das Unternehmen produziert mit erneuerbaren Energien – zu einhundert Prozent mit grünem Strom – und investiert bereits seit Jahren kontinuierlich in Modernisierung, Digitalisierung und den Umbau von Produktionslinien zur Effizienzsteigerung. Mehrere Millionen Euro flossen so u.a. in eine automatisierte Sackabfüllanlage. „Wir sind am Ball und machen unsere Hausaufgaben“, erklärte Fuchs und verkündet, dass auch in 2026 umfangreiche Investitionen geplant sind.

Zum Abschluss betonte Marko Wolfram: „Ich bin stolz, dass wir im Landkreis so starke, international etablierte Unternehmen wie BASF haben, die sich den Herausforderungen von Energie- und Kostensteigerungen erfolgreich stellen und mit ihrer Expertise den Standort festigen.“

Carolin Schreiber

Presse- und Kulturamt