Kindergarten Kinderparadies: Schlossbesichtigung der kleinen Forscher im Saalfelder Residenzschloss
Volkssolidaritäts-Kindergarten „Kinderparadies“ auf Entdeckungstour im Landratsamt
Saalfeld. Am Montag dieser Woche, am 2. März, waren 27 Kinder des Fröbelkindergartens „Kinderparadies“ aus Saalfeld zu Besuch im Landratsamt. Franziska Kiefer, Leiterin des Kindergartens der Volkssolidarität, schickte ihr kleines Forscherteam der Fuchs- und Biberbaugrupppe los, um das Saalfelder Schloss zu erkunden. Begleitet wurden sie dabei von Erzieherin Christiane Arnold, ihren Kolleginnen sowie einigen Eltern und Großeltern der Kinder.
Die Expedition startete am Kindergarten und führte die insgesamt 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Saale, durch den Prinzessinnengarten und den Schlosspark hoch zum Schloss. Die erste Station und gleich der Höhepunkt für die Kinder war der Empfang bei Landrat Marko Wolfram. Die Frage der Kinder, welche wichtigen Aufgaben der Landrat hat, beantwortete er ihnen ausführlich. Zusätzlich berichtete er über den geschichtlichen Hintergrund des Saalfelder Schlosses. Hier erfuhren die Kinder, dass die Grundsteinlegung für das Schloss 1677 erfolgte und es in den Jahren 1680 bis 1745 die Residenz der Herzöge von Sachsen-Saalfeld war.
Anschließend gingen die Kinder staunend durch das prachtvolle Treppenhaus mit seinen vergoldeten Stuckverzierungen und Deckenmalereien, für die während der Bauphase des Schlosses sogar italienische Künstler engagiert wurden.
Ein Zwischenstopp legte die Gruppe bei Ronny Sell, dem Leiter der Kreiskasse, ein. Hier wurde der Geldautomaten der Kreiskasse einer ausführlichen Begutachtung unterzogen und mit einer Einzahlungsübung, durch das gesamte Forscherteam, auf die ordnungsgemäße Funktion überprüft.
Danach ging es für die kleinen Forscher hoch hinaus bis zum Turm des Schlosses auf die Plattform. Über den Dachboden des Schlosses schlängelte sich dann der schmale Weg vorbei an den vom Brand im Jahr 1953 verkohlten Balken. Die erhofften Fledermäuse hielten sich zwar verborgen, aber für die vier- bis siebenjährigen Kinder war die Turmbesteigung ein großes Abenteuer. Aufgeteilt in drei Gruppen, wurde auch diese Herausforderung von den Kindergartenkindern gemeistert. Zwischen Schlosshof und Schlossturm sind insgesamt 144 Stufen zu bewältigen – und weil es im Laufe der Führung immer wieder treppauf oder treppab ging, war das durchaus eine sportliche Herausforderung für die Kinder.
Wieder im Schlosshof angekommen, stand ein Besuch der Schlosskapelle auf dem Programm. Hier gab es noch mehr an Malerei und Baukunst der italienischen Künstler zu bestaunen. Als erstes wurde das große Jesusbild über dem Altar entdeckt, welches die Himmelfahrt Christi darstellt. Martin Modes vom Presse- und Kulturamt gab den Kindern auch noch über die vielen anderen Gemälde Auskunft, unter anderem über das Deckenfresko der Dreifaltigkeit. Dabei wurden vom Forscherteam noch zwei weitere Jesusbilder entdeckt. Auch erfuhren die Kinder, dass die Kapelle für viele Veranstaltungen wie Konzerte oder feierliche Zeugnisübergaben für Schulabsolventen genutzt wird.
Nach einem kleinen Picknick mit Tee und Keksen bedankte sich das ganze Expeditionsteam bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Presse- und Kulturamtes für die spannend Führung und machte sich auf den Rückweg zum Kindergarten.
Die Kinder des Kindergartens „Kinderparadies“ waren bereits im Rahmen ihrer Projekte #StadtgeschichteEntdecken und #BerufeEntdecken zu Gast bei Bürgermeister Dr. Steffen Kania in der Stadtverwaltung Saalfeld sowie im Klärwerk Saalfeld.
Mara Stieler
Auszubildende Presse- und Kulturamt
Fotos: Martin Modes, auf den Fotos zu sehen:
Zwischenstop am Kassenautomat, Auf dem Schlossturm, Vor der Schlosskapelle, Blick hoch zur Gruppe auf dem Schlossturm, Aufbruch – zurück in den Kindergarten