Mit Musik für Sicherheit im Alter geworben
Kommission Sicherheit im Alter startet Thüringer Konzertreihe in Bad Blankenburg
Bad Blankenburg. Der Auftakt einer landesweiten Veranstaltungsreihe zum Thema Sicherheit im Alter hat am Dienstag, 10. Februar, in der Landessportschule in Bad Blankenburg stattgefunden. Das Polizeiorchester Thüringen begeisterte die anwesenden Seniorinnen und Senioren mit mitreißenden klassischen und modernen Melodien. Beim Markt der Möglichkeiten im Foyer sowie in Vorträgen präsentierten Vereine, Organisationen und Redner ihre Präventionsangebote, um sicher, selbstbestimmt und gut geschützt zu leben.
Die im April vergangenen Jahres gegründete Kommission für Sicherheit im Alter hat das Konzept für die Veranstaltung entwickelt. Schirmherr ist Innenminister Georg Maier, der in Bad Blankenburg von Innenstaatssekretär Norman Müller vertreten wurde. Vor Ort übernahmen die Herbstzeitlosen Saalfeld-Rudolstadt gemeinsam mit dem Projekt AGATHE Saalfeld-Rudolstadt mit Koordinatorin Mandy Brunner die Organisation.
In Vertretung von Landrat Marko Wolfram begrüßte der 1. Beigeordnete und Landtagsabgeordnete Maik Kowalleck die rund 200 Gäste, darunter die Bürgermeister aus Saalfeld und Bad Blankenburg, Dr. Steffen Kania und Thomas Schubert sowie Alexandra Graul, die Vorsitzende des Landesseniorenrates. „Die heutige Veranstaltung ist eine gelungene Verbindung aus Musik, Information und Begegnung. Mein Dank gilt dem Polizeiorchester, dem Verein Herbstzeitlose sowie dem Projekt AGATHE für ihr großes Engagement für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Prävention, Aufklärung und Austausch sind wichtige Bausteine für Sicherheit und Lebensqualität im Alter. Der begleitende „Markt der Möglichkeiten“ zeigt eindrucksvoll, wie zahlreich die Unterstützungsangebote sind“, sagte Kowalleck.
Dr. Jan Steinhaußen, Geschäftsführer des Landesseniorenrats Thüringen hielt einen Impulsvortrag zum Thema „Wie sicher sind ältere Menschen?“. Tatsächlich sei die statistische Wahrscheinlichkeit, Opfer von Kriminalität zu werden, eher gering. Bei rund 20 Millionen Bürgerinnen und Bürgern über 65 Jahre liegt die Wahrscheinlichkeit bei unter einem Prozent. Dennoch hätten 30 Prozent der Seniorinnen und Senioren Angst davor. Dr. Steinhaußen wollte deshalb das Thema Sicherheit weiter fassen als Kriminalität. Sicherheitsfragen stellten sich im Verkehr, im häuslichen Bereich und bei Pflegebedürftigkeit.
Dr. Steinhaußen empfahl sieben Strategien für mehr Sicherheit im Alter: keine Angst haben, sich selbst schützen, etwa durch Passwörter an Computern und Handys, lernen, nein zu sagen, Vertrauen in das Umfeld haben, ohne leichtgläubig zu sein, Unterstützung durch soziale Kontakte erhalten, Hilfe im sozialen Umfeld suchen und im Fall der Fälle die Polizei informieren.
Nach der Pause widmete sich der Hauptvortrag dem Thema „Schockanrufe“ und den sogenannten Enkeltrick. Eingespielte Aufnahmen von solchen Schockanrufen machten deutlich, wie Betrüger vorgehen, um ältere Menschen um ihr Geld zu bringen. Dank der Musikeinlagen des Polizeiorchesters sowie der Moderation durch die bekannte Moderatorin Blanka Weber konnten die ernsten Inhalte in einem beschwingten, unterhaltsamen Rahmen übermittelt werden.
Peter Lahann
Presse- und Kulturamt