Winterpause der KZ-Gedenkstätte „Laura“ nach ereignisreicher Saison
Einladung zum Gedenkgottesdienst am Volkstrauertag, 15. November, um 14 Uhr
Schmiedebach. Noch bis zum Reformationstag, dem 31. Oktober 2026, können interessierte Gäste die KZ-Gedenkstätte „Laura“ in Schmiedebach besuchen. Danach endet eine ereignisreiche Saison 2026. Insgesamt besichtigten bis Ende September 2.600 Menschen die Ausstellung zu den historischen Geschehnissen vor Ort. Sie kamen von Nah, aus Saalfeld-Rudolstadt und den Nachbarlandkreisen, und Fern, aus dem europäischen Ausland. Darunter Geschichtsinteressierte ebenso wie Angehörige von Lagerinsassen, letztere manchmal auch unangemeldet.
„Besonders diese unerwarteten Begegnungen, in denen Menschen ihre persönlichen Bezüge zum ehemaligen Lager mit uns teilen, bewegen uns oft in unserem Arbeitsalltag“, reflektiert Gedenkstättenbetreuer Patrick Metzler. „Während der heißen Sommermonate kamen zwar insgesamt weniger Besucher als in den Vorjahren, konstant blieb jedoch die Zahl der Jugendlichen, die unsere Bildungsangebote nutzten“, so der Historiker. Über 350 Schülerinnen und Schüler befassten sich intensiv mit der Geschichte des KZ-Außenkommando im Schiefergebirge.
Mit der Lesereise von Susanne Siegert durch Südthüringen im April und dem Vortrag von Patrick Metzler Mitte September im Stadtmuseum Saalfeld war diese Geschichte zudem auch in den Städten Saalfeld, Rudolstadt, Sonneberg und Bad Lobenstein präsent. Hinzu kommen die Höhepunkte mit den Gedenkveranstaltungen im April und September unter reger Anteilnahme zahlreicher Freunde und Unterstützer der Gedenkstätte.
Als letzte öffentliche Veranstaltung steht der ökumenische Gottesdienst zum Volkstrauertag an. Am 15. November um 14 Uhr lädt der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und der Förderverein Gedenkstätte Laura e.V. gemeinsam mit dem Kirchenkreis in die ehemalige „Häftlingsscheune“ und anschließendem Austausch in das Besucherzentrum ein. In der anschließenden Winterpause bleibt die Gedenkstätte geschlossen und öffnet seine Tore wieder ab dem 1. April 2027.
Das Außenkommando „Laura“ war eines von 140 Außenlagern des Konzentrationslagers Buchenwald. Mehr als 2.600 Menschen aus zehn Nationen waren während des 18-monatigen Lagerbestehens dort inhaftiert. Unter unmenschlichen Bedingungen mussten sie schwerste Zwangsarbeit verrichten. Mindestens 560 Häftlinge überlebten das Lager nicht.
Öffnungszeiten bis 31.10.:
Mi- Fr: 14 – 17.30 Uhr
Sa, So & Feiertage: 10 – 17.30 Uhr
Der Eintritt und auch Besucherführungen sind kostenfrei.
Kontakt und weitere Informationen unter:
Webseite: www.kz-gedenkstaette-laura.de
Email: info@kz-gedenkstaette-laura.de
Patrick Metzler
Gedenkstättenkoordination
KZ-Gedenkstätte „Laura“