Abschied nach 14 Jahren: Ehepaar Richter verlässt Naturschutzstation
Landkreis sucht ehrenamtliche Besucherbetreuer im Unteren Schwarzatal
Bad Blankenburg. Nach 14 Jahren engagierter Arbeit verabschieden sich Hartmut und Angelika Richter Ende Oktober von der Umweltinformations- und Naturschutzstation Dr. Helmut Steuer. Am Montag, 5. Oktober, würdigten Landrat Marko Wolfram und Gerald Slotosch, Geschäftsführer des Naturparks Thüringer Wald, das langjährige Engagement des Ehepaars. Gleichzeitig besprachen sie die zukünftige Entwicklung der Station. „Hartmut und Angelika Richter haben die Naturschutzstation über viele Jahre mit Leben erfüllt und vielen Menschen die heimische Natur nähergebracht. Dafür möchte ich beiden ausdrücklich danken“, so Landrat Marko Wolfram.
Der Gedanke „Natur zum Anfassen“ steht für das Ehepaar Richter im Mittelpunkt der Arbeit an der Station. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher, Schulklassen und Wandergruppen waren in den vergangenen Jahren zu Gast. Sie konnten die heimische Tier- und Pflanzenwelt unmittelbar kennenlernen und dabei entdecken, was es vor der eigenen Haustür zu erleben gibt. Im Unteren Schwarzatal sind unter anderem mehr als 2.200 Schmetterlingsarten, Fledermausquartiere, Salamander, Siebenschläfer, Wanderfalken, sechs Spechtarten und ein Uhu zu finden. Sogar ein Luchs wurde im Umfeld der Naturschutzstation bereits gesichtet.
Mit dem Abschied von Hartmut und Angelika Richter steht nun auch die künftige Ausgestaltung des Angebots an der Station im Fokus. Die Umweltinformations- und Naturschutzstation Dr. Helmut Steuer soll möglichst ein Bestandteil der Umweltbildung im Landkreis bleiben. Als Liegenschaft des Landkreises wäre auch künftig für den Unterhalt der Station gesorgt. Wie das Besucher- und Bildungsangebot weitergeführt werden kann, soll nun gemeinsam mit möglichen Partnern und ehrenamtlich Engagierten ausgelotet werden.
„Für uns geht es jetzt darum, die Station auch künftig als Ort der Umweltbildung und des Naturerlebnisses zu erhalten. Das Gebäude allein macht aber noch keine lebendige Naturschutzstation aus. Wir brauchen Menschen, die Besucher empfangen, Wissen vermitteln und Begeisterung für die Natur wecken“, sagte Landrat Wolfram.
Interessierte Ehrenamtliche, die sich eine Unterstützung bei der Besucherbetreuung vorstellen können, können sich unter buero-landrat@kreis-slf.de melden.
Franziska Ehms
Presse- und Kulturamt