Afrikanische Schweinepest (ASP)
Vorbereitungen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest
Bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) handelt es sich um eine therapieresistente, allein für Schweine ansteckende und gefährliche Viruserkrankung, die neben direkten Tierverlusten – sowohl im Wild- als auch im Hausschweinebereich – vor allem hohe wirtschaftliche Einbußen für alle Schweinehaltungen durch Handelsrestriktionen verursacht.
In Deutschland sind bisher eine Vielzahl von Fällen bei Wildschweinen in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern aufgetreten. Auch im Hausschweinebereich gab es einzelne Ausbrüche.
Aktuelle und weiterführende Informationen zu dieser Tierseuche finden Sie unter anderem auf der Internetseite des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat und in den Merkblättern im Anhang.
Die erfolgreiche Bekämpfung dieser Tierseuche hängt unmittelbar davon ab, dass ein Ausbruch der Infektion in einem bisher freien Gebiet sehr schnell erkannt und eine Weiterverbreitung effektiv eingedämmt wird. Im Fall der Feststellung der Seuche bei einem Wildschwein sind deshalb schnellstmöglich Untersuchungen zur Weiterverbreitung der ASP durch die Suche nach weiteren verendeten Tieren („Fallwildsuche“) durchzuführen. Zudem muss das Seuchengebiet unverzüglich eingegrenzt und gesperrt werden. Hierzu erfolgen umfangreiche Zaunbaumaßnahmen.
Da ein Ausbruch der Seuche auf unserem Kreisgebiet umfangreiche und gravierende Maßnahmen, wie zum Beispiel Betretungs- und Bewirtschaftungsverbote von Wäldern und Feldern, zur Folge hätte und somit nicht nur die Schweinehaltenden Betriebe erheblich in ihrem Alltag eingeschränkt werden, braucht das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt die Mithilfe und Unterstützung der Bürger des Landkreises.
Trotz bereits großer zugesagter Hilfe unserer Landwirte, Jäger und Tierärzte des Landkreises wird im Falle eines Ausbruches jede helfende Hand gebraucht. Helfen Sie dabei diesen eventuell bevorstehenden Kraftakt gemeinsam mit uns zu bewältigen.
Wie kann ich mich bei der Tierseuchenbekämpfung einbringen?
Um im Ernstfall eine zügige Seuchenbekämpfung zu gewährleisten bitten wir Sie bereits im Vorfeld eines Ausbruches der ASP Ihre eventuelle Bereitschaft zur Unterstützung zu signalisieren. Sofern Sie sich vorstellen können, das Landratsamt und unseren Landkreis bei dieser so wichtigen Aufgabe gegen eine angemessene Aufwandsentschädigung zu unterstützen, schicken Sie bitte den ausgefüllten und unterschriebenen Fragebogen an das Veterinäramt zurück.
Ihre Meldung erfolgt unverbindlich. Sie dient zunächst lediglich der Datenerhebung zur Koordination und Vorbereitung auf eventuell erforderliche Maßnahmen. Ihre Daten werden bei uns gespeichert aber selbstverständlich nicht weitergegeben.
Darüber hinaus ergeht weiterhin die Bitte an jeden Bürger den Fund von toten Wildschweinen unverzüglich beim zuständigen Jagdrevierpächter oder aber beim Veterinäramt anzuzeigen. Teilen Sie dabei den Fundort bitte so genau wie möglich, am besten mit GPS-Koordinaten über das Smartphone, mit.
Die Abgabe von Fall- und Unfallwild (Schwarzwild) sowie von erlegtem Schwarzwild mit Krankheitsanzeichen ist derzeit im
- Tierheim Pflanzwirbach
Malmtal 1b
07407 Rudolstadt
innerhalb folgender Zeiträume möglich. Bitte vergessen Sie nicht den vollständig ausgefüllten Untersuchungsantrag inklusive Ihrer Bankverbindung zur Überweisung der Aufwandsentschädigung.
- Montag bis Donnerstag 08:00 bis 15:00 Uhr
- Freitag 08:00 bis 13:00 Uhr
- Samstag 07:30 bis 11:00 Uhr
- Sonntag 07:30 bis 09:00 Uhr
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